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Steelhead Grande Ronde Oregon

Sonntag, 27 April 2014

Lange haben wir uns auf diesen Urlaub im November gefreut. Oregon und Washington mit dem Wohnmobil erkunden, die Landschaft und Natur genießen und nicht zuletzt natürlich auf Steelheads fischen.
Steelheads oder Stahlkopfforellen steigen vom Meer in die Flüsse auf, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Im Gegensatz zum Lachs, der diesen Weg nur einmal macht, steigen diese Fische einige Male in ihrem Leben zu den ursprünglichen Wurzeln auf. Damit diese Fische aufsteigen, müssen Wassertemperatur und Klima stimmen. Das Wetter hier in Oregon ist schön, eigentlich zu schön für diese Jahreszeit und viel zu mild, denn Steelheads wollen Regen während des Tages und kalte Nächte, damit sie vom Meer zum Laichen in die Flüsse aufsteigen.

Der junge Mann im kleinen Flyfishshop im Minam State Park rät uns nicht im Minam River, sondern weiter entfernt im Grande Ronde River zu fischen, denn dieser Fluss liegt näher am Columbia River, von wo die Fische in die Flüsse aufsteigen. Also ist hier die Möglichkeit größer einen Steelhead zu fangen. Also zurück nach Elgin und von hier weiter nach Looking Glass, einem verlassenen Ort, den wir zu Mittag erreichen. Hier in der Wildnis stellen wir unser Wohnmobil ab. Jetzt geht's nur mehr zu Fuß weiter und zwar auf einer stillgelegten Bahntrasse. Nach 1,5 Stunden Fußmarsch erreichen wir endlich den Zusammenfluss von Grande Ronde und Wallowa River, beides bekannte Flüsse für Steelheads. Ein wunderschöner Fluss liegt vor uns. Wir probieren mit allermöglichen Fliegen, aber die Fische wollen einfach nicht beißen. Zwei einheimische Fischer erzählen uns, dass sie schon seit einigen Tagen hier fischen, aber auch keinen Erfolg haben. „Zu mild, es müsste Schnee kommen...", sagen sie. Wir müssen, um nicht in die Dunkelheit zu kommen, gegen 16 Uhr schon wieder den Heimweg einschlagen, denn es sind wieder 1,5 Stunden zurück und diesmal mit nassen Watschuhen!!! Aber wir wollen ja morgen wiederkommen.

Am nächsten Tag gibt's eine Programmänderung. Wir wollen nicht nochmals diese „Tour de force" machen, sondern fahren weiter nach Troy an die Grenze zu Washington und Idaho. Hier, am Zusammenfluss von Wenaha River und Grande Ronde River wollen wir unser Glück versuchen. Nach über 60 Meilen mit dem Wohnmobil durch endlose Wälder und nachdem wir keiner Menschenseele begegnet sind, erreichen wir endlich „SHILO TROY RESORT", einem Campingplatz direkt am Wasser. Hier in diesem kleinen Nest sagen sich Fuchs und Hase „gute Nacht", aber Troy ist bei Steelhead-Fischern sehr bekannt. Deshalb herrscht hier reges Treiben. Typisch amerikanisch nehmen die Amis ihren Pick-up und fahren einige Meilen, fischen eine kurze Zeit, um dann wieder mit dem Auto zum nächsten Pool weiter zu fahren. Wir sprechen mit erfahren Fliegenfischern hier aus der Gegend, auch sie sagen, dass das Wetter viel zu mild ist und sie solche schlechte Fangergebnisse schon seit Jahren nicht mehr hatten, aber vielleicht ist es morgen besser , maybe ?? " (vielleicht)
Abends sitzen wir im Restaurant bei einem guten Steak und einem Bier, und diskutieren – so weit es unser Englischkenntnisse zulassen – mit den amerikanischen Fischerkollegen. Als wir sagen, dass wir „from Italy" sind, sind die Amerikaner begeistert, denn fast jeder von ihnen hat die Großmutter aus Neapel oder den Großonkel aus Kalabrien...
Auch am nächsten Tag haben weder wir noch die anderen Fischen Erfolg.
Beim Abendessen sagt uns der Wirt, dass für die nächsten Tage ein massiver Wintereinbruch mit viel Schnee und Kälte vorhergesagt wird. Endlich das Wetter, auf das alle warten, und das die ersehnten Fische bringen soll. Endlich Minusgrade am nächsten Tag!!
Gut ausgerüstet wagen wir uns ans Wasser und um die Mittagszeit hat Christian Erfolg. Ein wunderschöner Steelhead hat den pinkfarbenen Streamer genommen und es dauert nicht lange bis ein zweiter Fisch der Fliege nicht wiederstehen kann. Unser Tag ist gerettet.

Das Wetter wird immer schlechter und es fängt an leicht zu schneien, die Wettervorhersagen versprechen viel Schnee. Wir sind mit unserem gemieteten Wohnmobil nicht so gut für Schnee und Kälte ausgerüstet und wollen kein Risiko eingehen, so entschließen wir uns schweren Herzens am nächsten Tag abzufahren und zu unserem nächsten Ziel dem „Deschutes River" weiterzufahren.
Es tut uns leid, diesen wunderschönen Platz und diese nette Gemeinschaft an Fischern zu verlassen, aber wir kommen sicher wieder.

 

November 2013 / Renate

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